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WJT – Erste Katechese

An den drei Tagen nach dem Eröffnungsgottesdienst finden jeweils die Katechesen in der Landessprache der Pilger statt. Die einzelnen Bistümer haben eine Kirche in Madrid zugeordnet bekommen, in der sie ihre Veranstaltung und den Gottesdienst abhalten dürfen.

Wir waren am Mittwoch in San Agustín in der Calle Joaquin Costa 10. Dort ist das Bistum Limburg zu Gast und der Bischof von Münster Felix Genn hat u.a. zusammen mit Diözesanjugendpfarrer Joachim Braun die Katechese mit den Jugendlichen aus verschiedenen Bistümern aus Deutschland (u.a. Rottenburg-Stuttgart und München-Freising) und Österreich begangen.

Bischof Genn erklärte den Pilgern zu Beginn die Bilder über das unstete Leben Agustins, mit denen die Kirchenwand bemalt ist und fügte aber auch gleich hinzu, dass er das nur wisse, da er seine Doktorarbeit über diesen Heiligen geschrieben habe und nicht etwa “weil er so gescheit sei”. Wie viele andere Heilige wollte auch Agustin erstmal gar nichts mit Gott zu tun haben, hatte ein Kind mit einer Frau, die er auf keinen Fall heiraten wollte und mit der Kirche selbst auch gar nichts am Hut. Dass er seine Entscheidung dann geändert hat, ging auch nicht von heute auf morgen, sondern war ein langer Prozess – siehe auch den Eintrag in der Wikipedia.

Da der Weltjugendtag unter dem Motto “Firmes en la Fe” steht, hat der Bischof die Katechese auch darauf ausgerichtet und fragte dabei konkret, was es denn heiße, fest im Glauben zu sein. Für ihn sei der Glaube schon immer fester Bestandteil des Lebens gewesen. Da er in bäuerlichen Verhältnissen aufgewachsen sei, gehörte Glauben ebenso zum Alltag wie die Nahrung. Und doch frage auch er sich manchmal, wie fest er im Glauben stehe. Es sei daher für jeden Einzelnen wichtig, diese Frage für sich selbst immer und immer wieder zu beantworten, es gebe darauf keine Pauschalantwort, denn wir kommen immer wieder in andere Situationen, in denen wir neu für uns entscheiden müssen, wir fest wir im Glauben stehen.

Nach rund drei Stunden, die mit einem Gottesdienst abgerundet wurden, war die erste von drei vormittagsfüllenden Katechesen beim WJT beendet.

In unserem Hotel sind übrigens so viele deutsche Priester und andere Gottesdienst-Helferleins, dass es momentan in Deutschlands Kirchen ziemlich leer sein muss.

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