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Meine ersten Credits!

Seit nunmehr einem Jahr bin ich jetzt bereits als Übersetzer und, wie es hier so schick heißt, “Localization Specialist” bei Sony Online Entertainment beschäftigt und endlich kann ich was Tolles vorweisen: Ich bin in den Credits aufgeführt!

Ende November 2012 wurde der neue Shooter “PlanetSide 2″ weltweit veröffentlicht und meine Kollegin Tina und ich sind diejenigen, die ganzen Benutzeroberflächen, und im Spiel übersetzt haben.
Da es in dem Spiel primär ums Abschießen der bösen bösen Gegner geht (es gibt insgesamt drei Imperien und man versucht ständig in Echtzeit die anderen beiden Imperien in Schacht zu halten, damit das eigene Imperium viele Gebiete der drei Planeten beherrscht), habe ich mich tief in alle möglichen Waffenbereiche eingelesen. Von kleinen Pistolen über halb- und vollautomatische Waffen bis hin zu extra großen Wummen ist in dem Spiel alles dabei. die Schwierigkeit lag besonders für unsere deutsche Version darin, den korrekten deutschen Begriff für alles was schießt zu finden, denn oftmals kursieren mehrere Bezeichnungen für ein und die selbe Waffe, je nachdem in welchem Bereich man recherchiert. Vieles wurde auch lange vor meiner Zeit, zum Teil im ersten und zweiten Weltkrieg erfunden und diese historisch bereits seit Jahrzehnten etablierten Namen müssen natürlich im Spiel auch in allen Sprachen übereinstimmen.
Außerdem war es etwas knifflig für mich, herauszufinden, was genau die Funktion mancher Zusatzteile an einer Waffe ist. Die Munitionsstreifen zum Beispiel. Bis ich das mit den vielen Nachladevarianten einer Waffe rausgefunden hatte…

Aber bis auf einige Kompromisse, die wir eben der internationalen länderübergreifenden Spielbarkeit willen auf Kosten der Qualität eingehen mussten (wie zum Beispiel, dass die Gebietsbezeichnungen in allen Sprachversionen auf englisch und somit gleich sind), bin ich recht zufrieden mit dem Spiel.

Mir als alter Gamerin gefällt dieses Spiel eigentlich ganz gut und ich hab inzwischen auch keine Angst mehr und schreck auch nicht zusammen, wenn ein Gegner um die Ecke stürmt und um sich ballert.
Was ich besonders toll finde: ich habe die Möglichkeit, das Spiel während meiner Arbeitszeit zu spielen und Fehlerchen, die ich entdecke, gleich selber zu korrigieren. Denn das macht dieses eh schon gute Spiel mit der Zeit erst zu einem richtig guten.

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Tack, die Zweite

Im August ist bei IKEA immer enorm viel los, weil bekanntlich da der neue Katalog und somit neue Möbel ins Sortiment kommen.
Da das locker die dreifache Anzahl an Besuchern in den Laden spült, achtet unser IKEA darauf, dass wir Mitarbeiter gestärkt genug sind, um die Massen zu bewältigen und so bekommen wir an den Augustwochenenden in unserem Pausenraum auch kostenlose Snacks und Getränke bereitgestellt.

Was ich aber viel toller finde, sind die kleinen Motivationen, die wir außerdem noch auf den Weg bekommen. Hier fühl ich mich richtig wohl!

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IKEA Family auf der ganzen Welt

Jeder, der schonmal bei IKEA einkaufen war, kennt die Frage nach der IKEA Familykarte an der Kasse.
Damit kann man bei ausgewählte Artikeln, die sich jeden Monat ändern, sowie bei allen IKEA Family-Artikeln ab 50 Cent sparen.

Für mich ist es immer besonders lustig, wenn ich auf meine Frage nach der Familykarte dann die Antwort bekomme “ja, eine aus __________ (hier jeweiliges Heimatland einsetzen)”. Dabei habe ich inzwischen festgestellt, dass Karten aus der Türkei, Kuwait und Deutschland nicht funktionieren.
Dafür kann unser System aber die schönen dunkelroten Karten aus Schweden lesen :)

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Der neue IKEA-Katalog ist da!

Dank IKEA befinde ich mich momentan auf einem Höhenflug:
Ich hab seit gestern nach Feierabend den neuen IKEA-Katalog, bevor ihn das restliche Amerika bekommt, UND ich hab bei IKEA im der Abteilung mit schwedischen Lebensmitteln BRÖDMIX gekauft und nun ENDLICH leckeres Körnerbrot mit unserer Brotbackmaschine gebacken. Das schmeckt zu meinem großen Erstaunen und meiner noch größeren Freude genau so, wie richtiges Vollkornbrot schmecken soll.

Jucheee, ich hab den neuen IKEA-Katalog vor allen anderen!

IKEA ist super :)

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Sie haben “Tack” gesagt!

Nach meinen ersten beiden Wochen im Training bei IKEA habe ich gestern das erste Mal meine eigene Kasse bekommen und hab auf eigene Verantwortung kassiert.

Ich fühle mich inzwischen absolut wohl und komme auch kaum noch ins Straucheln, es sei denn mir begegnen Sachen, die es im normalen Leben (also außerhalb der USA) nicht gibt. Zum Beispiel dass man beim Bezahlen den Betrag teils mit Bargeld und teils mit Karte begleicht oder gar den Betrag auf mehrere Kreditkarten aufsplittet! Also ICH kaufe ja nur, wofür ich auch das Geld hab… aber das ist hier ja ein wenig anders.

Ansonsten lief es bisher erstaunlich entspannt, mein außergewöhnliches Erlebnis gestern waren drei blonde Schwedinnen (welch Pleonasmus!) in der Schlange, die sich ihre amerikanischen Zimmer stilecht einrichten.
Die Mädels haben auch einige Veränderungen zu ihren IKEA-Läden in Schweden festgestellt (“bei uns kann man nur mit EC-Karte zahlen und einige Möbel gibt es hier leider nicht”) und sich dann mit einem “Tack” verabschiedet.

Ich mag meinen Job unglaublich! :)

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Mein eigenes Bällebad!

Ich weiß noch, wie ich vor Jaaaahren mal gesagt habe, dass ich irgendwann mal eine E-Mail-Adresse @ikea haben möchte.
Heute bin ich diesem Ziel ein Stückchen näher gekommen, denn ich habe meinen Arbeitsvertrag als Teilzeithelferlein an der Kasse unterschrieben.

Im Mai habe ich mich über das Onlineportal von IKEA.com für eine Teilzeit-Stelle im Kundenservice (Umtausch) und an der Kasse beworben, am 31.05. kam dann die Mail von Sylvia Hill aus Baltimore in Maryland von der IKEA-Personalabteilung und auch ein Anruf, indem sie sich fragte warum ich denn gerne bei IKEA arbeiten wollte. Die Antworten, die ich ihr gegeben habe, waren wohl zufriedenstellend uns so hatte ich am 07. Juni mein Vorstellungsgespräch mit Megan und Wayne im IKEA in San Diego.

© Canary Pete, http://www.canarypete.be

Wie ich das hier gelernt habe, habe ich mich auch brav danach per Mail für das Gespräch bedankt und am 11. sollte ich schon vorbeikommen, um weitere Unterlagen auszufüllen, damit sie einen Backgroundcheck (Überprüfung auf Straftaten etc) durchführen konnten sowie einige meiner derzeitigen/früheren Kollegen über mich befragen konnten. Wie ich erfahren habe, hat das auch nochmal eine Woche gedauert und gestern früh kam dann der Anruf, in dem Megan mir die Stelle an der Kasse angeboten hat.

Am 21. Juni war ich dann wieder dort und habe viele Unterlagen ausgefüllt und nach einem Speicheltest (zur Überprüfung auf Drogen) stand meinem ersten Einführungstag am 27. nichts mehr im Weg.

Meine “Orientation” war ein sehr langer Tag gefüllt mit vielen Informationen und viel Neuem. Nach der Vorstellungsrunde wurde ein paar generelle Fragen gestellt und meine langjährigen IKEA-Besuche haben sich doch bezahlt gemacht: Ich war nämlich die Einzige, die wusste, was die vier Buchstaben von IKEA bedeuten *glänz* :)
An dem Tag habe ich aber schon meinen schönen Ausweis bekommen. Das Deutschland-Fähnchen möchte ich mir noch draufbasteln.

Heute, am 01. Juli, habe ich meinen ersten Arbeitstag und voller Freude und Stolz mein EIGENES IKEA-Shirt angezogen.

Hach, alles toll :D

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Path kann kein deutsch

Ich möchte hier mal eine Lanze für englischsprachige nicht übersetzte Software brechen: Leute, es ist okaaaaay, wenn Ihr nicht auf Biegen und Brechen ins Deutsche übersetzt!
Das wird mir bei jeder Push-Nachricht von Path immer wieder vor Augen geführt.

Viel besser, als wenn die Hersteller dann mittels Maschinenübersetzung sowas machen wie “Er ist bei [ORT] mit du”. Aua, aua.

Auch kann die Präposition “at” im Deutschen nicht einfach mit “bei” Wort übersetzt werden. Kann klappen, muss aber nicht.
Die deutsche Sprache ist eben viel komplexer und daher muss dann eben individuell die Präposition angepasst werden.

Sonst kommt nämlich sowas hier raus:

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Yo, Hase!

Dass für mich nicht Ostern sein muss, um mich mit Hasen zu beschäftigen ist ja bekannt.

Jedoch ging passend zu Ostern dieses Bild durch Twitter:


 
Das können unsere beiden Wackelnasen aber auch – egal ob Ostern ist oder nicht:

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Neujahrsbuffet

Um ins neue Jahr zu feiern wollte ich nicht unbedingt freiwillig 90 Dollar nur fürs Essen pro Person bezahlen, also haben Michael und ich uns bereits vorher überlegt, ins nahe gelegene Casino ca 40 Autominuten nordöstlich von San Diego zu fahren ins Rincon Indianerreservat.

Zuerst haben wir uns an den Automaten ein wenig vergnügt.
Anderen beim Spiel zuzuschauen kann ja auch seinen ganz eigenen Charme haben – solange die anderen nicht nur pausenlos gewinnen…

Dann sind wir für den vergleichsweise günstigen Preis von 30 Dollar pro Person ins Restaurant gegangen, hierbei war das Getränk (inklusive kostenlosem Auffüllen des Glases) bereits mit im Preis enthalten.

Die Auswahl war reichlich, für jeden Geschmack war etwas dabei: Asiatisch, Mexikanisch, Italienisch, Amerikanisch, es gab eine große separate Salatbar, viel Meeresgetier und eine üppige Auswahl an Früchten.

Dass es noch eine separate Dessertbar gab, habe ich leider erst viel zu spät gesehen als mein Bauch eigentlich schon total voll war.

Also hab ich mir dann nur noch was vom Buffet “auf die Hand” mitgenommen.

Weil uns der Besuch zum Jahreswechsel so viel Spaß gemacht hatte, sind wir dann in den kommenden Wochen nochmal hin gefahren und haben ein bisschen an den Automaten gespielt.
Nach einer halben Stunde Spielzeit und dem Umsatz von 125 Dollar (also: Geld an der Maschine spielen, das heißt nicht, dass man es VERspielt haben muss) hatten wir uns für ein kostenloses Buffet qualifiziert und haben den Gutschein auch umgehend eingesetzt.

Und ich hatte fast den Eindruck, wenns gewonnen ist, schmeckts direkt noch besser :)

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Bezahlte Besserwisserin

Ich habe hier in den USA inzwischen auch beruflich Fuß gefasst und bekomme nun schon seit November Geld dafür, dass ich andere korrigiere – jaha! Nüchtern betrachtet KANN mir ja gar nichts Besseres passieren, dafür weiß ich zu gern zu viel besser ;)

Ende Oktober hab ich beschlossen, dass ich nun genug vom Daheim-Rumsitzen-und-nichts-am-Vorangehen-sehen hab und hab mich mit einer Dame zusammengesetzt, die mit mir einen Lebenslauf und ein Anschreiben geschrieben hat. Im Deutschen hab ich das bisher immer selber gemacht, hier ist das aber etwas anders, da keine persönlichen Daten oder gar ein Foto im Lebenslauf vorkommen dürfen, das könnte schließlich ein Grund zur Diskriminierung sein. Also habe ich mit Tiffany meine Unterlagen auf US-Standard konvertiert und einen super Lebenslauf geschrieben, der sowohl mein IT-Wissen als auch meine Radio- und Spielerfahrung seit über zehn Jahren beinhaltet. Hätte ich in Deutschland nie gemacht, weil ich ja, gerade für meine Radiosachen, kaum oder wenig angesehene Nachweise hab. Da es aber hier wesentlich mehr ums sich-selbst-gut-präsentieren geht, hab ich gamer-fm und auch noch andere Sachen, die ich in meinen alten Jobs gemacht habe, die aber in keinem Zeugnis stehen, in meinen Lebenslauf mit rein gepackt und der liest sich schon wirklich toll :)

Einen Tag später habe ich dann meine Unterlagen per Mail an eine Personalvermittlung geschickt und bekam auch direkt am Tag drauf einen Anruf ob ich denn wohl morgen zum Vorstellungsgespräch kommen könnte. Damit hat sich die professionelle Hilfe beim Lebenslauferstellen schon mal direkt als richtig erwiesen!
Ich hab mich an dem Punkt schon gefreut, dass ich nun zumindest so nen guten Lebenslauf habe, dass ich mich damit weiter bewerben kann, wenn es mit dieser Stelle nichts wird und ich durch das Gespräch nun erst einmal Erfahrung für weitere Bewerbungsdurchläufe sammeln kann.

Ich bin dann zu insgesamt drei Tests (an drei aufeinander folgenden Tagen) ins Büro gebeten worden, in denen zuerst meine schriftlichen Englischkenntnisse getestet wurden. War wohl gut. Danach kam dann ein für mich recht einfacher Deutschtest dran, in dem ich das richtige Geschlecht von Gegenständen vervollständigen sowie die Fälle korrekt in Lückentexte eintragen musste. Darauf folgte der für mich kniffligste Test: Fließtext übersetzen.

Da der Job bei Sony Online Entertainment ausgeschrieben war und ich seit 2001 bereits auf LAN-Parties, daheim und vor allem auch durch gamer-fm viel Erfahrung mit Computerspielen hatte, wusste ich schon in etwa, was beim Übersetzen auf mich zukommen würde. Zur Sicherheit habe ich mit Micha aber dann als Vorbereitung nochmal das MMORPG Order&Chaos auf dem iPad angefangen zu spielen und die Dialoge dort ins Deutsche übersetzt.

Vorbereitung auf den Übersetzungstest

So vorbereitet bin ich dann auch zum letzten Test gegangen und habe vier Texte übersetzt.
Das war ganz schön anstrengend, konzentriert über mehrere Stunden zu übersetzen, aber dank der Abiarbeiten war ich noch in Übung.

Als ich meine Personalerin den Tag drauf angerufen habe und einfach nur hören wollte, ob sie bereits Informationen hat, sagte sie mir, dass es gut aussehe und ich doch bitte zum Gespräch bei Sony vorbeikommen soll. Yey!
Hab ich am folgenden Freitag auch gemacht und bin positiv überrascht aus meinem ersten richtigen amerikanischen Vorstellungsgespräch wieder raus gegangen. Gar nicht so steif und furchterregend wie beim deutschen Bewerbungsablauf!

Am Montag hab ich dann den Anruf meiner Personaldame erhalten, ich hab den Job!
So konnte ich zwei Wochen später, am 07. November, als “Translation and Localization Specialist” meinen Dienst bei Sony antreten.

Was mir an großen Unterschieden zu meinem früheren Job aufgefallen ist war direkt am Anfang, dass ich Adminrechte auf meinem PC hatte und so nicht mehr an den Internet Explorer gefesselt war, sondern mir direkt den Firefox und andere hilfreiche Software wie PDF-Ersteller etc runterladen konnte.
Dann habe ich mit riesiger Freude entdeckt, dass ich hier im Büro nicht nur als laufender Posten durchgehe. Ich habe ein spitzen Team erwischt (was wohl auch Glückssache sein kann) und die Arbeitsmentalität bei uns im Büro kommt mir sehr entgegen. Hier bekomme ich nämlich meine Aufgabenliste, die ich abarbeiten muss. Es wird aber nicht mit dem Finger drauf gezeigt, dass ich ‘maximal so lange’ für das und jenes brauchen darf, sondern ich muss einfach am Ende des Tages fertig sein. Schön!

Am zweiten Tag im Büro hatte ich auch wieder meine Tempobox mitgebracht. Brauch ich ja.
Meine Kollegin Tina hat mich dann aber drauf hingewiesen, dass wir die hier kostenlos bekämen. Jaha! Kostenlose Tempoboxen für jeden!! Dazu kann auch jeder Mitarbeiter das Büromaterial, was er zum Arbeiten benötigt, jederzeit aus dem Vorratsschrank holen. Eine ganz neue Erfahrung für mich, die mir wieder vor Augen führte, was eigentlich normal sein sollte im Büro und wie lächerlich es genau genommen ist, in mancher großen deutschen Firma für jeden Tesa und jeden Bleistift anstehen und ihn rechtfertigen zu müssen, weil die Leitung so versucht, die Kosten einzudämmen *pfeif*.

Übrigens: Wenn es den Angestellten gut geht, sind sie auch produktiver. Zumindest erkläre ich mir so, dass es hier umsonst Heißgetränke gibt.

Und wir einmal im Monat den Fruit- und Bagleday haben, an dem wir kostenlos Bagles, Süße Stückle und Obst bekommen.

Doch, ich fühl mich hier äußerst wohl!

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